Der Bezirk "Hochstift Paderborn" ist nicht nur in seinen Ortsgruppen aktiv. Viele Veranstaltungen werden durch den Bezirk und die Bezirksjugend organisiert und, oft unter Mithilfe der Ortsgruppen, durchgeführt.
In seinem Einzugsbereich (Kreis Paderborn, Kreis Höxter, Stadt Marsberg) werden derzeit mehr als 5.300 Mitglieder in 18 Ortsgruppen betreut. Zum Bezirk gehören die Ortsgruppen Altenbeken, Atteln, Bad Driburg, Bad Lippspringe, Bad Wünnenberg, Brakel, Büren, Delbrück, Hövelhof, Höxter, Lichtenau, Marsberg, Natzungen, Paderborn, Peckelsheim, Salzkotten, Schloß Neuhaus und Warburg. 69 % aller Mitglieder sind unter 27 Jahre.
Entstehungsgeschichte
Schon vor 1953 gab es die DLRG im Bezirk Hochstift Paderborn. Nachfolgend ein kurzer Ausschnitt aus der Entstehungsgeschichte:
1927
Aufgrund eines Nachforschungs- und Augenzeugenberichtes von Meinolf Lücking (DLRG-Mitglied und Schwimmmeister in Paderborn) kann davon ausgegangen werden, dass die Erstgründung des Bezirks der DLRG im Hochstift Paderborn im Herbst 1927 durch den Sportlehrer Ferdinand Rodenkirchen (Bezirksleiter), Kaufmann Fritz Henning (Geschäftsstelle) und Schwimm-Meister Fritz Siegmund (Techn. Leiter) als 5. Bezirk des Landesverbandes Westfalen erfolgte. Ferdinand Rodenkichen war auch Vorsitzender des TV Jahn 1890 (1933-35), der sich später mit dem TV Germania (1875) zum TV 1875 zusammen schloss.
Fritz Sigmund war Paderborns bekanntester und schnellster Schwimmer und ein Pionier auf dem Gebiet des Rettungsschwimmens. Er wird seit dem zweiten Weltkrieg vermisst.
Eine zielbewusste Aufbauarbeit, Vorträge und Lehrgänge, sowie die Zusammenarbeit mit dem 1. Paderborner Schwimmverein von 1911 erbringen einen gut ausgebildeten Stamm von Rettungsschwimmern. In dieser Zeit verfügt Paderborn über eine Reihe von Bädern. Neben dem alten Inselbad (1840) stehen das Kaiser-Karls-Bad (1892), die Militärbadeanstalt an der Lippe (1911) und das Rolandsbad (1934) zur Verfügung. Das Inselbad wurde in den Sommermonaten in den 20er Jahren von PSV-Schwimmern erweitert und ab 1933 in eigener Regie weitergeführt. Die DLRG verlagerte ihr Training in den Sommermonaten auf das 1934 neugebaute Rolandsbad.
1935-1938
Zu den Mitgliedern und Lehrscheininhabern in der Ortsgruppe Paderborn zählen u. a. Schwimm-Meister Lücking und Frau Elisabeth Gehls. In Paderborn versammeln sich DLRG-Delegierte und Gäste gemeinsam mit dem Landesverbandsleiter Karl Löhr zu einer LV-Tagung, die überdies in festlicher Weise die zehnjährige aktive DLRG-Arbeit im Paderborner Bezirk würdigt. Bezirksführer ist Fritz Siegmund, Bad Lippspringe. Der Jahresmitgliedsbeitrag beträgt eine Reichsmark. Andreas Albers aus Paderborn erwirbt den Lehrschein der DLRG. Von Lehrschein-Inhabern wurde damals noch verlangt, dass sie dauernde Mitglieder und ständige Mitarbeiter in der DLRG bleiben.
1939-1945
Auch während des 2. Weltkrieges wird weiter ausgebildet. Ermöglicht wird dies unter anderen durch die Sportlehrerin Frau Dürgeloh und Frau Strohmeyer. Am Ende des Krieges liegen die Stadt Paderborn und mit ihr die Schwimmbäder in Trümmern. Eine Basis für die DLRG-Arbeit fehlt, so dass die Ausbildung eingestellt wird.
1951-1952
Mit dem Dienstantritt von Herbert Hirche am Gymnasium Theodorianum lebt der DLRG-Gedanke wieder auf, und inmitten der Ruinen betreibt er mit seinen Schülern die theoretische, sowie in Bad Lippspringe die praktische Rettungsschwimmausbildung. Das neu erbaute Kaiser-Karls-Bad wird am 6.12.1952 seiner Bestimmung übergeben, so dass wieder in Paderborn trainiert werden konnte.
1953 bis heute
Seit Beginn der Neubegründung bis heute sind die wichtigsten Ereignisse in einer Chronik dokumentiert.
